Kirchengemeinde Balge - Kapellengemeinde Schweringen

Zwei ganz unterschiedliche Kirchen stehen in Balge und Schweringen. Menschen versammeln sich in diesen ganz anderen Orten und erhalten geistliche Impulse für die Gestaltung ihres Lebens.

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Die neue Friedhofsordnung und die neue Friedhofsgebührenordnung tritt mit Wirkung vom 1. Mai in Kraft. Unter der Seite Friedhöfe können beide Dokumenete eingesehen werden.
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Wir kommen von Ostern her   -   und wo geht’s hin

In den christlichen Kirchen wurde die Osterbotschaft ausgerufen: „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“. In den Gottesdiensten bekennt die Christenheit: „ . . . ich glaube an die Auferstehung der Toten . . .“ Angesichts dieser einerseits weltverändernden Botschaft und andrerseits gleichzeitigen Erkaltung unserer Kirchengemeinschaft kommt mir die Frage: Wer glaubt das eigentlich!?

Was verbindet uns als Christen noch? Eine tiefe Unsicherheit bricht sich Bahn in unserer kirchlichen Landschaft. Ausgesprochen oder unausgesprochen atmen viele Begegnungen oder Situationen diese Frage: Was glaubst du eigentlich? Was bindet uns zusammen?

Ich denke an quälende Vorbereitungssitzungen für ein überregionales Vorhaben. Da wird überraschend deutlich, wie unterschiedlich man Begriffe füllt, wie anders und manchmal sogar gegensätzlich man den Glauben sieht. Am Ende geht man mit mühsam geflicktem Vertrauen weiter und spürt doch das dünne Eis. Oder ich denke an einzelne Personen und meine Unsicherheit bei ihnen: Wie nah ist er oder sie dem, was ich glaube? Ist das noch ein sicheres Fundament für Zusammenarbeit? Kann ich da alles sagen – sagt der andere alles? Wie herzlich beten wir noch miteinander, wie offen reden und ringen wir?

Wie oft erlebe ich es, dass weltmännisch und gekonnt Worte fließen – aber die Unsicherheit nicht weicht. Ich halte den Ball flach, gebe nichts preis von dem, was mich überzeugt und am Leben hält. Die anderen könnten das ja belächeln, weil es längst überholt scheint, naiv oder zu persönlich ist. Zersetzt unter dem Ansturm von Zweifeln oder schleichender Modernität – und gelandet in einem politisch korrekten unverletzlich vorzeigbaren Glauben, der ständig auf der Hut ist, nicht anzustoßen. So wird manches steif, kühl, unpersönlich und unsicher. Und ich glaube: So hat Jesus Ostern nicht gemeint.

Das Ostergeschehen will zwei Dinge: Zum einen will es, dass ich anderen vertraue, ihnen zutraue, dass in ihnen ein großes Potential von Glauben drinsteckt. Es will nur aktiviert werden, zum Vorschein gebracht werden. Ich muss mich in sie hinein-vertrauen. Ich darf den anderen unterstellen, dass in ihnen Christus gegenwärtig ist. Dann muss der Glauben hervorgerufen werden, geweckt werden. Ich selbst muss Wärme in Begegnungen hineinlegen.

Und mein eigenes Vorangehen ist gefragt. Ich selbst muss der Kraft zersetzender Fragen etwas entgegensetzen. Entscheidend ist, dass ich selbst mit meinem Glauben vorangehe – ihn in Taten und Worte umsetze. Es liegt an mir, in diesen wilden Zeiten gute Worte zu finden, zu segnen und zu vertrauen. Dies gerade zurückliegende Osterfest hat uns erinnert, dass Jesus in übernatürlicher Weise immer und überall gegenwärtig ist. Zu ihm dürfen wir aufblicken und uns gegenseitig an sein Begleiten und Leiten erinnern. Ängste, Zweifel und Misstrauen weist er zurück. In vitaler Gemeinschaft mit Jesus geht es voran. Dabei sind die anderen seine Sache. Für mich bin ich selbst verantwortlich. So will ich tun, was ich mir von anderen wünsche. – Wo geht es hin? Zu den anderen!